Eigenschaften: Rutschfeste Unterseite | Herstellungsmethode: Handgewebt | Unterseite: Gewebte Unterseite | Florhöhe: Fein (unter 6 mm) | Material: Wolle | Thema/Stil: Used-Look | Farbe: Orange | Form: Rechteckig || Usak und seine Region waren im 15. Jahrhundert der Ausgangspunkt der osmanischen Teppichweberei und entwickelten sich allmählich zum Zentrum der Teppichherstellung. Infolge der ab dem 16. Jahrhundert eingeführten Kapitulationen erhielten Botschafter, die ins Land kamen, das Recht, innerhalb der osmanischen Grenzen Handel zu treiben, wodurch sich der Ruhm der Teppiche über die Grenzen hinaus verbreitete. Adelige Familien in Europa beauftragten berühmte Maler mit der Anfertigung von Gemälden, auf denen die Teppiche abgebildet waren, und die auf diesen Gemälden dargestellten Teppiche wurden nach den jeweiligen Malern benannt. Usak-Teppiche, die während der Herrschaft Süleimans des Prächtigen große Bedeutung erlangten, wurden von aus Aserbaidschan herbeigerufenen Webmeistern in einem neuen Stil gewebt. Um zu verhindern, dass die Originalität der Teppiche beeinträchtigt wurde, wurden anatolische Muftis eingesetzt und die Weberei unter staatliche Kontrolle gestellt. Im Laufe der Zeit wurden die vielfältigen Muster von Malern und Dekorationskünstlern neu gestaltet, und die Teppiche erhielten die Bezeichnung „Palastteppich“. Usak-Teppiche, die häufig in osmanischen Palästen, verschiedenen Burgen in Europa, Moscheen und Kirchen verwendet wurden, waren bald mehr als nur Teppiche; sie waren ein Symbol für Prestige. In den 2000er-Jahren wurde eine besondere Initiative gestartet, um den früheren Glanz der Usak-Teppiche wiederzubeleben – sowohl als Teil unseres kulturellen Erbes als auch als weltweit anerkanntes Kunstwerk –, indem Usak-Garne erneut hergestellt wurden. Usak-Teppiche, die in den Seiten der Kunstgeschichte ihre Spuren hinterlassen haben, verdanken ihre robuste Struktur und ihr schönes Erscheinungsbild reinen Wollgarnen und organischen Pflanzenfarbstoffen. Historische Usak-Teppiche, die bis heute erhalten geblieben sind, werden in vielen bedeutenden Museen in Europa und der Türkei als historische Artefakte ausgestellt.